Mensch-Hund-Coaching / Trainingsplan erstellen

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Einzelstunden und Gruppenstunden sind ein sehr wirkungsvolles Tool, wenn es um die ersten Schritte beim Hundetraining geht. Du als HundetrainerIn kannst am besten in Präsenz mit deinen Kunden zusammenarbeiten und ihnen Anweisungen geben oder Verhalten analysieren. Um deine Kunden darüberhinaus auch effizient betreuen zu können, bietet Dog Insights eine online Plattform, auf der du individuelle Trainingspläne entwerfen kannst und den Fortschritt deiner Kunden analysieren ins Training miteinbeziehen kannst.

Worum es beim Mensch-Hund-Coaching NICHT geht

Beim Coaching in deiner Hundeschule geht es nicht darum, „echtes“ Hundetraining zu ersetzen. Denn auch durch Videos oder verbale Beschreibungen von deinen Kunden wirst niemals ein genauso qualitativ hochwertiges Hundetraining absolvieren können, wie das in Präsenz möglich ist.

Worum es beim Mensch-Hund-Coaching geht

Beim Coaching in deiner Hundeschule geht es um eine nützliche Ergänzung für deine Einzel- und Gruppenstunden. Viele deiner Kunden werden nicht die Finanziellen Mittel und die Zeit haben, täglich oder mehrmals die Woche in deine Hundeschule zu kommen und größtenteils zu Hause oder auf Spaziergängen mit ihren Hunden arbeiten. Als Hundeschule ist es deine Aufgabe, über das gemeinsame Training hinaus, deinen Kunden Trainingsanweisungen, Übungsaufgaben, Erziehungsmethoden oder sportliche Trainingseinheiten mit an die Hand zu geben und nachhaltige Weiterentwicklung deiner Mensch-Hunde-Teams zu ermöglichen.

Ablauf beim Coaching deiner Mensch-Hunde-Teams

Um dir eine bessere Vorstellung davon zu geben, wie ein optimales Coaching ablaufen könnte, beschreiben wir dir hier ein ausführliches Beispielszenario.

Step 1: Anamnese + Einzelstunde

Für eine Anamnese werden immer 90-120 Minuten bei der Familie eingeplant. Nehmen wir an es ist eine alleinerziehende Mutter mit 4 jährigem Kind, Lisa Müller mit ihrem Sohn Jan. Im Erstgespräch wurde gesagt, dass der Hund Jan immer anbellt, wenn dieser Räume wechselt oder die Wohnung verlassen möchte bevor Lisa aus der Tür geht. Wie du eine ausführliche Anamnese im Erstgespräch erstellst, erfährst du hier.

Der Hund ist ein 6 jähriger Border Collie x Australian Cattle Dog Mix namens Bello. Ein intakter Rüde, der täglich 90 Minuten spazieren geht. Der Grundgehorsam sitzt ohne Ablenkung sehr gut, bei Ablenkung kommt es darauf an was gerade da ist. Auf Spaziergängen werden fremde Menschen und Hunde angebellt und teilweise angeknurrt, die sich den beiden nähern, jedoch kam es noch nie zu einem Zwischenfall. 

Nachdem alle notwendigen Daten und Inhalte des Anamnese-Bogens erfasst sind, werden Lisa und Jan aufgefordert sich nach der üblichen Routine zu einem Spaziergang zurecht zu machen und diesen wie üblich durchzuführen. Die Aufgabe als Trainer ist beobachten und analysieren. Während die drei spazieren gehen werden Notizen zu möglichen Schlüsselsituationen gemacht und wenn notwendig bzw. hilfreich und erlaubt, auch Videos. 

Am Ende des Anamnese-Termins bekommt Lisa die Aufgabe Bello immer auf seine Decke zu schicken, wenn er Jan nicht passieren lassen möchte und auf Spaziergängen ist Bello bei Begegnungen immer an kurzer Leine und es gibt keine Kontakte zu anderen Menschen.

In der Einzelstunde werden die Erkenntnisse in einfachen Beschreibungen und wenn möglich mit Unterstützung der Videoanalyse dargestellt. Danach wird der Trainingsplan für die Einzelstunde kurz und knapp erklärt und mit der ersten Übung begonnen. Am Besten auch hier von jeder Übung am Ende den Ist-Stand per Video festhalten. 

Step 2: Trainingsplan Woche 1

Als HundetrainerIn legst du dir jetzt einen Trainingsplan zurecht. Diesen hältst du schriftlich fest und ergänzt zu jeder Trainingseinheit und jedem Kontakt, was Lisa mit Bello gearbeitet hat, wie es geklappt hat und wie der neue Ist-Stand ist. Danach nimmst du deinen Trainingsplan und schaust ob dieser einfach weitergeführt werden kann oder ob es Änderungen geben muss, aufgrund neuer Erkenntnisse oder eines noch nicht erreichten Ziels. Hier wird am Besten auch eine Videoanalyse dazugekommen.

Du kannst jede Trainingseinheit detailliert bei Dog Insights eintragen und deinen Kunden zuweisen. In der Wochenübersicht siehst du alle geplanten Einheiten und Termine. So hast du Woche für Woche den Überblick und kannst das Training weiterentwickeln. Feedback zu einzelnen Trainingseinheiten bekommst du von deinen Kunden über die Kommentarfunktion. Somit hast du auch alle Fragen und Probleme der vergangenen Einheiten an einem Ort.

Beispiel Trainingsplan Woche 1
Beispiel Trainingsplan Woche 1

Dog Insights Best Practice

Plane Trainingseinheiten jeweils immer nur eine Woche im voraus. So kannst du genauer auf Kundenfeedback und eventuelle Schwierigkeiten eingehen und diese direkt in die kommende Planung mit einbeziehen. optimalerweise richtest du einen Tag in der Woche für deine online Trainingsplan Erstellung ein, z.B. Freitag. Dann wissen deine Kunden auch immer wann sie den Plan für die kommende Woche sehen können.

Beispiel Trainingseinheit für Woche 1:

Klick für Blick

Du bist zu Hause und hast in deiner Tasche einige kleine Stücke Futter, in deiner Hand hast du den Klicker und immer wenn dich dein Hund etwas entspannt anguckt klickst du und gibst ihm danach ein Stück Futter.

Körbchen

Du gehst zur Decke von Bello, sagst dein Signalwort (z.B. Decke), nimmst dann ein Stück Futter und lockst ihn auf die Decke. Wenn er ganz auf der Decke ist klickst du und gibst ihm das Futter. Danach sagst du dein Auflösungssignal (z.B. komm, fertig, auf) und gehst einfach fort. Wenn dein Hund von sich aus zwischendurch auf die Decke geht, kannst du ihn immer dafür loben.

Beispiel Trainingseinheit Woche 1
Beispiel Trainingseinheit Woche 1

Trainingsplan Woche 1 – Aus der Sicht deiner Kunden

Alle Trainingseinheiten, die du bei Dog Insights planst, werden bei deinen Kunden in ihrem persönlichen Hundetagebuch angezeigt. Dort können deine Kunden dann vorab schon Fragen stellen, indem sie einfach die Trainingseinheit kommentieren. Wenn alles geklappt hat, kann man die Einheit einfach als „erledigt“ markieren. Dadurch werden sie im Tagebuch gespeichert und man kann wieder über die Kommentarfunktion Feedback zu speziell dieser Einheit geben.

Als Hundeschule hast du dann später bei der Auswertung alle Informationen an einem Ort und kannst dich auf Einzelstunden, Gespräche oder weitere Planung optimal vorbereiten.

Tagebuch Ansicht mit geplanten Trainingseinheiten
Erledigte Trainingseinheit mit Feedback

Dog Insights Best Practice

Spezielle Fragen oder Feedback zu Trainingseinheiten solltest du von deinen Kunden nur über die Kommentarfunktion einholen. Das erleichtert dir die Arbeit und verbessert die Kommunikation enorm, da direkt klar ist um was genau es gerade geht.

Allgemeine Fragen oder neue Themen sollten natürlich persönlich besprochen werden.