Was Hundebesitzer über Hunde wissen sollten

Was Hundebesitzer über Hunde wissen sollten

Jede Rasse ist anders und jeder einzelne Hund einer Rasse ist auch noch mal etwas anders, darum ist es schwer allgemeine Aussagen über Hunde zu machen. Das ist nicht anders als bei uns Menschen. Bestimmte Sachen sollten jedoch allgemein bekannt sein. Dabei geht es weniger um charakterliche Eigenschaften und Aussehen, sondern eher um das Drumherum. In diesem Beitrag erfährst du, was Hundebesitzer über Hunde Wissen sollten.

Auf Dog Insights gibt es die Möglichkeit sich auszutauschen. Dabei bekommt man auch immer mal wieder hilfreiche Tipps. Sollte man Schwierigkeiten haben oder nicht weiterkommen, kann man sich sogar eine passende Hundeschule in seiner Nähe suchen.

Genetik

Es gibt Menschen, für die es wichtig ist einen Hund aus dem Tierschutz zu holen und es gibt Menschen, für die nur ein Hund vom Züchter in Frage kommt. Das ist ein sehr beliebtes Streitthema. Beides hat Vor- und Nachteile und auch beim Züchter hat man keine Garantie für einen Hund mit genau diesem Charakter. Worum es mir hier aber eher geht, sind genetische Defekte. Zwei der bekanntesten sind das Dilute-Gen und das Merle-Gen. Beide sind viel gefragt und in den Augen der meisten Menschen wunder schön. Sie beeinflussen das Aussehen und die Fellfarbe.

Dilute-Gen

Das Dilute-Gen führt zur Aufhellung von Eumelanin, wodurch das schwarze Fell so wunderschön silbrig wird. Je nach Rasse sind dies dann zum Beispiel silberne Labradore oder blaue American Staffordshire Terrier. Beim Menschen führt dieses veränderte Gen zum sogenannten Griscelli Syndrom (albinismus ist ein Immundefekt).

Dabei kommt es unter Anderem zu Fellausfall, Hauterkrankungen und veränderten Haarwurzeln aber auch zu Ödemen, Veränderungen des Lymphsystems und zu Nebennierendysplasien. Dies sind alles Nebenwirkungen die der Mensch gerne in Kauf nimmt, um ein bestimmtes Aussehen zu bekommen. Man sollte sich jedoch genau damit befassen, falls man einen solchen Hund in Betracht zieht. Denn wie fühlt sich ein Hund dem das Fell ausfällt? Was kommen unter Umständen für Tierarztkosten wegen Hautproblemen etc. auf den Halter zu? Das ist ein häufiges Problem, weshalb Tiere leiden. Ein Hund der frei von diesem Defekt ist hat beim Gentest ein DD eingetragen, kein dd oder Dd.

Merle-Gen

Bei diesem Gen handelt es sich auch um eine Aufhellung des Eumelanin allerdings über ein anderes Chromosom. Hierbei entsteht ein unvollständiger okulokutaner Albinismus. Das Fell sieht farblich aufgebrochen aus, es entstehen weiße Stellen an den einzelnen Haaren und es kann zu blauen Augen beim Hund kommen.

Wenn man einen solchen Hund möchte muss man gut darauf achten, dass man einen Hund mit nur einem solchen Gen bekommt.

Hat der Hund zweimal das Merle-Gen, wird dies auch Doppel-Merle genannt und es kann zu starken gesundheitlichen Problemen kommen, weshalb die Zucht mit Doppel-Merle auch zu den Qualzuchten zählt.

Es kann zu Fehlbildungen des Innenohrs kommen, weshalb der Hund taub ist, dies muss nicht immer beide Ohren betreffen. Zudem kann es zu Fehlbildungen der Augen kommen, zu Entwicklungsverzögerungen und depressiv wirkenden Welpen.

Das Merle-Gen ist im Test gekennzeichnet durch MM, dann ist der Hund ein Doppel-Merle, bei Mm ist das Gen vorhanden und kann gesundheitliche Nebenwirkungen aufweisen.

Weitere Gen-Defekte und umstrittene Züchtungen, über die man sich dringend informieren sollte sind:

  • Brachy- und Anurie
  • Chondrodysplasie
  • Dermoid
  • Grey-Collie-Syndrom
  • Haarlosigkeit
  • Brachyzephalie
  • Ektropium
  • Entropium
  • Übermäßige, permanente Hautfaltenbildung
  • Hüftgelenks-Dysplasie
  • Hypertrophie des Aggressionsverhaltens
  • MDR1

Es gibt kaum Rassen bzw. Hunde, die frei von allen Gendefekten sind. Bei Hunden aus dem Tierschutz sind oft mehrere Rassen beteiligt und man kennt die Elterntiere nicht, so dass man nicht weiß, was die Hunde vererbt bekommen haben. Dabei ist es immer etwas Glückssache, einen gesunden Hund zu bekommen, wobei dort viele tolle Hunde gibt.

Bei Hunden aus einer guten und seriösen Zucht bekommt man immer die Infos zu solchen Genen. Beide Elterntiere und natürlich die Ahnen wurden genetisch getestet und die Ergebnisse sind für die neuen Welpenbesitzer auch einzusehen bzw. werden bekannt gegeben. So hat man eine relative große Sicherheit wenigstens zu wissen, was auf einen zukommen kann, nicht muss.

Ein seriöser Züchter ist immer darauf aus, dass es seinen Hunden gut geht, auch in Zukunft. Über Dog Insights kann man Informationen weitergeben und auch erhalten. So hat man auch in Zukunft seinen ehemaligen Welpen noch im Blick, kann Ratschläge geben oder einfach seine Entwicklung beobachten und sich gemeinsam freuen.

Impfen und Entwurmen

In der Hundewelt ist es nicht anders als bei Menschen. Es gibt Krankheiten und manche lassen sich sehr leicht und schnell übertragen. Außerdem gibt es Parasiten, die unangenehm sind und auch zu Krankheiten führen können. Wichtig zu wissen ist, dass es darunter auch Krankheiten gibt, die sich nicht nur von Hund zu Hund sondern auch auf Menschen oder andere Tiere übertragen lassen.

Sowohl beim Impfen, als auch beim Entwurmen gibt es immer Pro und Contra. Es sind stark wirkende chemische Mittel, die wie auch bei uns Nebenwirkungen haben können. Wurmkuren und Zeckenmittel gibt es teilweise zum Einnehmen, was für den Magen-Darm Schädigungen zur Folge haben kann. Ein übergeimpfter Hund kann auch krank werden. Darum ist es wichtig, dass man einerseits impft, entwurmt und den Hund vor Zecken schützt, andererseits darf es nicht zu viel sein. Zum Impfen kann man eine Titerbestimmung machen lassen und entsprechend die Impfung rauszögern.

Beim Entwurmen kann man eine Kotprobe einsenden und nur entwurmen, wenn diese einen Wurmbefall ergibt.

Bei Zecken wird es jetzt etwas schwieriger. Diese Tierchen lassen sich nicht so schnell aufhalten. Man sollte aber wissen, dass Zecken eine gewisse Zeit brauchen um Krankheitserreger zu übertragen. Darum gilt es bei Zecken besonders schnell zu sein. Es gibt so genannte Spot-on, das ist ein Nervengift in flüssiger Form, das in den Nacken geträufelt wird, so dass der Hund es sich nicht ablecken kann. Denn das könnte gefährlich werden. Man sollte bedenken, dass es tatsächlich ein Nervengift ist, was die Nerven vom Hund genauso schädigt wie die der Zecke. Tabletten werden gerne gegeben, wenn kleinere Kinder im Haushalt leben. Diese können zu Magen-Darmbeschwerden führen, was für den Hund äußerst unangenehm ist.

Zudem gibt es noch die Zeckenhalsbänder, bei denen der Hund auch Gefahr läuft mal hängen zu bleiben und sich zu verletzen. Dann gibt es noch alternative Methoden, die je nach Hund auch unterschiedlich wirken oder eben nicht. Dafür haben sie meist keine oder gut zu verkraftende Nebenwirkungen. Dazu zählen z.B. Kokosöl oder Formel Z Tabletten.

Folgende Impfungen werden in der Regel empfohlen:

  • Tollwut (Rabies-Virus, Totimpfstoff)
  • Staupe (Morbilli-Virus, Lebendimpfstoff)
  • Leptisperose ( Leptospiren -Bakterien, Totimpfstoff)
  • Pavivorose (Canines Parvovirus, Lebendimpfstoff)
  • Hepatites contagiosa canis (Canine Adeno- Virus Typ 1, Lebendimpfstoff)

Tollwut ist vermutlich das bekannteste Virus bei Tieren. Es gibt keine Impfpflicht bei Hunden, jedoch sollte man in Bezug auf Tollwut wissen, dass sollte der Verdacht aufkommen, dass sich der Hund infiziert hat, er sofort in Quarantäne kommt. Auch nur Hunde die vorher schon einen Tollwut-Schutz hatten dürfen nach einem Biss nachgeimpft werden. Es kann sogar dazu kommen, dass der Hund bei Tollwutverdacht euthanasiert wird, wenn kein bisheriger vollständiger Tollwutschutz nachgewiesen werden. Zudem darf nur ein geimpfter Hund sich über die Grenzen von Deutschland hinausbewegen. Alle anderen Impfungen sind sinnvoll aber kein muss.

Wenn man impft sollte bedacht werden, dass in der Regel, ohne Titerbestimmung folgende Impfintervalle bestehen (bei Titerbestimmung wird zu diesen Zeitpunkten jeweils die Bestimmung vorgenommen):

Welpen:

  • 8. Woche: Staupe, Pavivorose, Hepatites contagiosa canis und Leptisperose
  • 12. Woche: Staupe, Pavivorose, Hepatites contagiosa canis, Leptisperose und Tollwut
  • 16. Woche: Staupe, Pavivorose, Hepatites contagiosa canis und Tollwut
  • 15. Monat: Staupe, Pavivorose, Hepatites contagiosa canis, Leptisperose und Tollwut

Auffrischungsimpfungen meistens:

1 mal pro Jahr: Staupe, Parvivorose, Hepatites contagiosa canis und Leptisperose

Wurde Tollwut 3-mal geimpft wird dies oftmals in Intervallen von 3 Jahren nachgeimpft.

Entwurmung oder Kotproben sind in der Regel alle 3 Monate empfohlen.

Sowohl Impfungen, Entwurmungen und Zeckenmittel als auch die entsprechenden Tests kannst du im Kalender eintragen und somit hast du immer einen Überblick auf Dog Insights, wann es wieder an der Zeit ist nach der Gesundheit deines Hundes zu sehen.

Unterschied von Hund zu Hund

Grundsätzlich gibt es Rassen die verschiedenen Gruppen zugehören. Dabei ist die erste Unterscheidung nach Größe. Was allerdings einen viel größeren Stellenwert haben sollte und extrem oft unterschätzt wird ist die Unterscheidung zwischen Arbeitshund und Familienhund. In der Regel sind Arbeitshunde auf ihren einen oder auch zwei Menschen bezogen und suchen zu anderen Menschen nicht unbedingt so viel Kontakt. Familienhunde sind da eher etwas distanzloser und mögen erstmal jeden. Was auf jeden Fall gesagt werden muss: Es gibt immer und überall Ausnahmen.

Beides hat Vor- und Nachteile. So ist ein eher distanzloser Hund sehr auf Körperkontakt und Kuscheln mit seinen und auch anderen Menschen aus. Das ist wirklich schön, wenn man einen kuscheligen Freund dahat. Jedoch sind dies in der Regel auch die Hunde die an jedem hochspringen möchten, vor lauter Freude in jeden rein rennen und allgemein zu nichts gerne Abstand halten. Dafür sind diese Hunde oft gut im Einsatz der pädagogischen und psychologischen Arbeit als Assistenz-, Therapie- und Begleithunde.

Arbeitshunde haben oftmals ihre geliebten Menschen, mit denen sie auch durchaus gerne kuscheln aber eher dann, wenn sie gerade Lust haben. Zudem wird den Arbeitshunden auch schnell mal langweilig und wenn sie nicht rassespezifisch ausgelastet werden suchen sie sich auch gerne ihre Arbeit selbst aus. Das missfällt jedoch in der Regel dem Menschen.

Allgemein muss jeder Hund entsprechend seiner Bedürfnisse ausgelastet werden.

Besonders bei kleineren Rassen wird dies oft vergessen. So kann ein kleiner süßer Zwergpinscher auch mal eine Runde die Couch rupfen.

Meist sind die sehr beliebten Hunderassen eher Arbeitshunde, die dann in Mode kommen und entsprechend ein anderer Schwerpunkt in der Zucht gelegt wird. Hinterher sehen diese Hunde meist etwas anders aus. Was viele nicht wissen, ist dass diese Rassen meist auch jene sind, die mit ihrer Gesundheit stark zu kämpfen haben. Zudem kommt es bei sehr großer Nachfrage auch oft zu schwarzen Schafen und man gerät schnell an einen kranken Welpen aus dem Kofferraum oder Hinterhof. Darum sei der oberste Grundsatz: Entweder kommt der Hund aus einer Zucht, die einem alles offenlegt was man fragt (natürlich zum Thema) oder aus einem seriösen Tierschutzverein. Grundsätzlich sollte egal ob Tierschutz oder Zucht, der Verkäufer immer darauf bestehen, dass der Hund bei Problemen zurückkommt und nicht einfach weiterverkauft wird.

Es gibt viele Menschen, die ihre täglichen Erlebnisse, Trainings und Probleme im Trainingstagebuch von Dog Insights veröffentlichen. Du wirst viele Gemeinsamkeiten und Differenzen entdecken und kannst dir dadurch auch neue Ideen zu Nutze machen und ausprobieren.

Jagdhundrassen

Ja, es gibt sehr elegante Hunde. Dazu zählen oft die Jagdhunderassen, da diese kürzeres Fell haben, lange Beine und sehr schlank sind. Besonders Windhunde sind da sehr gefragt.

Aber Vorsicht!!! Jagdhunde sind auch Arbeitshunde. Viele Rassen arbeiten mit dem Jäger/Mensch zusammen oder in Absprache. Es gibt jedoch viele die auf die selbständige Jagd gezüchtet wurden. Ein Jagdhund steht nicht morgens auf und sagt: “Das Wetter ist heute aber schön, da kann ich ja mal jagen gehen!“. Jagen ist genetisch bedingt. Das heißt sobald ein entsprechender Reiz auftaucht, erklingt bei ihm das Jagdhorn. Der Auslöser kann ein Geräusch sein oder ein Blatt, das er wackeln sieht. Es kann aber auch ein Geruch sein und besonders da, hat der Mensch keine Chance.

Darum ist es unbedingt wichtig, dass man die Körpersprache seines Hundes kennt.

Zudem sollte man wissen für welche Art der Jagd dieser Hund gezüchtet wurde. Es gibt Rassen die zeigen dem Jäger wo etwas ist, es gibt Rassen, die bringen das erlegte Wild, es gibt Rassen die scheuchen das Wild auf und es gibt Rassen die erlegen das Wild.

Hütehunde

„Ich habe mir extra einen Hütehund geholt, denn der jagd nicht…“ Irrtum!!! Jagen besteht aus mehreren Teilen: Orten, fixieren, anpirschen, packen, töten, fressen. Das Hüten oder Treiben beinhaltet jedoch auch Sequenzen vom Jagdverhalten, denn es ist lediglich eine nicht bis zum Ende ausgeführte Jagd: Orten, fixieren, anpirschen und teilweise sogar das Packen.

Besonders Hütehunde zählen auch zu den Arbeitshunden. Unter ihnen gibt es sehr intelligente und kreative Köpfe. Wenn so ein Hund nicht richtig ausgelastet wird kann es sehr originell werden. Während es bei Jagdhunden oftmals hauptsächlich um die körperliche Auslastung durch Laufen und Rennen geht, möchte der Hütehund zwar auch gerne viel laufen aber wenn der Kopf zu wenig zum Denken hatte überlegt er sich sein ganz eigenes Spiel.

Da auf Dog Insights viele Hundebesitzer und auch Hundeschulen sind, die alle verschiedene Hintergründe haben, weshalb sie ausgerechnet diesen Hund aufgenommen haben, kannst du nachfragen und in den Trainingstagebüchern stöbern, wie das Zusammenleben mit einem Hütehund ist.

Ganz viel Fell oder doch nicht?

Es gibt Hunde mit Stockhaar oder mit Unterwolle aber auch welche ohne Unterwolle und langem seidigen Haar. Sogar Nackthunde und Schopfhunde gibt es.

Bedenkt man, dass der Hund vom Wolf abstammt, weiß man, dass Fell zum Warmhalten gedacht war. Der Mensch findet es wunderschön und kuschelig, jedoch hat der Hund eine Eigenschaft vom Wolf behalten: den Fellwechsel. Das heißt, es ist egal was mein Hund für Fell hat, zweimal im Jahr wird das abgeworfen und gleichzeitig wächst welches nach. Das Fell läuft in der Regel nicht von alleine in den Staubsauger oder Mülleimer, also heißt es saugen und wischen und eventuell die Couch und Kleider mit einer Fusselrolle ab zu rollen.

Hunde mit viel Unterwolle werfen natürlich auch viel ab, dafür benötigen sie bei kaltem Wetter, Regen und Wind jedoch nicht so schnell einen Pullover oder Mantel.

Hunde ohne Unterwolle und kleine Hunderassen sollten jedoch bei gewissen Temperaturen etwas Warmes angezogen bekommen. Dazu ist wichtig, dass man erkennt, wann der Hund kalt bekommt und es sinnvoll ist, denn Hunde können nicht schwitzen wie wir Menschen, sondern regulieren ihre Temperatur größtenteils über das Hecheln. Auch alte oder kranke Hunde sollte man gegebenenfalls etwas vor der Kälter schützen.

Meistens kommen die Hunde in etwa zur gleichen Zeit in den Fellwechsel. Ist deiner der Einzige der gerade Fell verliert? Vielleicht ein Grund mal nachzufragen auf Dog Insights ob das schon mal jemand hatte oder ob der Tierarzt vielleicht nachgucken sollte ob alles in Ordnung ist.

Hitze

Es ist grundsätzlich so, dass Fellfarben genauso wie andere Farben die Hitze besser oder schlechter aufnehmen. Schwarze Hunde können dadurch auch mal sehr schnell zu heiß bekommen. Auch die Sache mit der Unterwolle sollte bedacht sein, denn diese hilft im Winter nicht nur gegen die Kälte, sondern auch im Sommer gegen die Hitze.

Es gibt jedoch zwei äußerst wichtige Punkte:

  1. Hunde sollten immer die Möglichkeit haben sich den Platz nach ihrem Wärmebedürfnis auszusuchen. Das ist im Auto äußerst schwierig. Auch wenn das Auto im Sommer im Schatten geparkt ist, wandert die Sonne. Zudem ist es ein sehr kleiner geschlossener Raum, der sich besonders schnell aufheizen kann. Niemals den Hund im Auto warten lassen, wenn die Sonne scheint.
  2. Bist du schon mal im Sommer barfuß über Asphalt gelaufen? Hunde haben keine schicken Schuhe an den Pfoten. Zumindest die wenigsten. Asphalt wird in der Sonne unglaublich heiß und die Haut an den Ballen ist in der Beziehung sehr empfindlich. Wenn es warm wird immer erstmal selbst testen ob man es auf dem Asphalt mit bloßen Füßen aushält. Ist man sich nicht sicher, sollte man den Spaziergang zeitlich verschieben oder den Hund, wenn möglich ein Stück tragen. Verbrennungen sind für Hunde nicht weniger schmerzhaft als für Menschen.

Was hat denn der Hund?

Es gibt viele Krankheiten die Hunde bekommen können. Über alle zu schreiben würde ein ganzes Buch ergeben und wäre wohl besser einem Fachmann überlassen. Trotzdem gibt es häufige Probleme, die man mal gehört haben sollte.

  • Magen-Darm-Virus
  • Zwingerhusten
  • Borrelien
  • FSME
  • Grasmilben
  • Andere Milben
  • Flöhe
  • Zecken
  • Würmer
  • Pilze
  • Diverse Entzündungen
  • Giardien
  • Tollwut
  • Staupe
  • Leptisperose
  • Pavivorose
  • Hepatites contagiosa canis
  • Scheinschwangerschaft
  • Tumore
  • Gebärmutterentzündungen
  • Eklampsie (nur Mutterhündinnen)
  • Mastitis
  • Agalaktie (nur Mutterhündinnen)
  • Minute Virus of Canines ( Welpen)
  • Canines Herpes Virus (Welpen)
  • Fading Puppy Syndrom (Welpen)
  • Vorfall der Nickhaut
  • Vorfall der Nickhautdrüse
  • Ektropium
  • Entropium
  • Bindehautentzündung
  • Grauer Star
  • Grüner Star
  • Entzündung der Hornhaut
  • Entzündungen des äußeren Gehörgangs
  • Nasenbluten
  • Leishmaniose
  • Dirofilariose

Jede Krankheit hat unterschiedliche Symptome. Da kaum ein Hund ein Leben lang völlig gesund bleibt, macht man früher oder Später die Erfahrung mit seinem eigenen Hund. Es gibt immer verschieden starke Ausprägungen und Wege über die Schulmedizin oder die alternativen Heilmittel. Im Trainingstagebuch kannst du auch sowas eintragen und eventuell bei anderen nachfragen.

Kastration

Das ist wieder ein Thema, bei dem die Meinungen sehr weit auseinander gehen und das auf ganz viele verschiedene Arten.

Es gibt folgende Meinungen die man sehr oft hört:

  • Grundsätzlich nicht kastrieren
  • Erst nach der ersten Läufigkeit kastrieren
  • Einmal decken lassen und dann kastrieren
  • So früh wie möglich kastrieren
  • Mit ca. 3 Jahren kastrieren

Grundsätzlich ist es rechtlich gesehen so, dass eine Kastration eine Operation und eine Entfernung von Organen ist. Das Gesetz schreibt vor, dass keine Körperteile entnommen werden dürfen, wenn kein vernünftiger Grund vorliegt.

Zudem ist es auch so, dass man nicht pauschalisieren kann ob und wann ein Hund kastriert werden sollte. Ist ein Hund bei der Kastration sehr jung, passiert es häufig, dass er ein Leben lang in seiner Pubertät gefangen bleibt. Die Pubertät ist wie bei den Menschen, die anstrengendste Lebensphase, da sich Hormone entwickeln und einspielen müssen und Mensch und Hund ihre Persönlichkeit entwickeln und ihre Rolle in der Gesellschaft findet. Also kann es passieren, dass ein Rüde, der mit 9 Monaten kastriert wurde, ständig auf Rangkämpfe aus ist. Das ist sowohl für Hund als auch für den Halter äußerst anstrengend auf Dauer.

Man kann auch nicht grundsätzlich von einer Kastration abraten. Es gibt tatsächlich Hunde, die furchtbaren Stress dadurch bekommen. Rüden, die Wochen lang das Essen verweigern und jammern und heulen, die abhauen auf der Suche nach der läufigen Hündin und sich in Gefahr begeben. Hündinnen, die ständig scheinträchtig werden und somit die Milchleiste und andere Organe strapazieren, so dass es langfristige Schäden geben kann. In solchen Fällen kann es durchaus ratsam oder auch dringend sein.

Ein Hund der verhaltensoriginell ist, muss aber nicht unbedingt kastriert werden. Dabei gilt es erstmal herauszufinden, ob ein erzieherisches Problem vorliegt. Manchmal ist auch die Schilddrüse an auffälligem Verhalten schuld. Darum schicken viele Hundetrainer, -Psychologen und -Verhaltensberater ihre Kunden erstmal zum Blutbild beim Tierarzt.

Man sollte sich bewusst machen, dass eine Kastration zum einen die Risiken einer Operation mit sich bringt und andererseits langfristig auch eine Hormonelle Umstellung bedeutet für den Körper. Das kann sehr belastend sein und sollte wohl überlegt und im Idealfall mit Hundetrainer und Tierarzt gemeinsam gut durchdacht werden.

Für Rüden ist es grundsätzlich empfehlenswert erstmal den Kastrationschip zu testen, denn dann sieht man tatsächlich ob sich das Verhalten des Hundes auf eine günstige Art und Weise verändert. Verändert sich das Verhalten nicht braucht man dem Hund diesen Stress der Operation nicht antun. Verändert sich sein Verhalten sogar zum Nachteil, sollte man dringend auf eine Kastration verzichten und gegebenenfalls den Chip vorzeitig entfernen lassen.

Das ist kein Thema was einfach zu entscheiden ist. Jedoch ist es manchmal hilfreich etwas Zuspruch von jemandem zu bekommen. Oder eben auch entsprechende Gegenargumente zu betrachten. Durch die täglichen Einträge im Trainingstagebuch bei Dog Insights, lässt sich schnell erkennen ob der Hund gerade eine kleine Phase hat oder ob sich das unerwünschte Verhalten festigt.

Die Bedeutung der Abstammung vom Wolf

Es ist allgemein bekannt und nachgewiesen, dass Hunde vom Wolf abstammen. Aber was bedeutet das und warum ist es wichtig davon zu wissen?

Es ist zwar schon sehr, sehr viele Generationen her und Hunde haben sich extrem dem Lebensstil der Menschen angepasst, teilweise von sich aus aber auch durch die Zuchtauslese des Menschen. Trotzdem liegt die Ursache seines Verhaltens noch in den ursprünglichen Genen des Wolfs.

Wölfe sind hoch soziale Tiere, die in einem Familienverband als Rudel leben. Es ist dabei so, dass die Heranwachsenden mit 2-3 Jahren sich von ihren Eltern trennen und sich eine Partnerin und ein eigenes Revier suchen. Wenn sie beides gefunden haben bekommen sie ihren ersten Nachwuchs und ca. ein Jahr später den nächsten Nachwuchs.

In der Regel ist es so, dass die einjährigen als Babysitter für die neuen Welpen in der Familie bleiben, bis sie geschlechtsreif werden. Mit der Geschlechtsreife verlassen sie das Rudel und suchen sich einen Partner, um ihre eigene Familie zu gründen.

Sie kümmern sich sehr liebevoll um alle Familienmitglieder. Es wird sich gegenseitig geputzt, beschützt, gekuschelt und warmgehalten und auch gespielt und für das Erwachsenenleben geübt.

Was viele Menschen bei dem sozialen Wesen Wolf und Hund jedoch vergessen ist, dass Rudelfremde Tiere Todfeinde sind. Oft begegnet man Menschen mit ihrem Hund und wird beschimpft, wenn man keinen Kontakt zwischen den Hunden möchte. Meistens kommt dann die Aussage: „So wird ihr Hund Asozial!“ Das stimmt aber gar nicht. Es gibt viele Rassen und Hunde, die gerne zu jedem anderen Kontakt haben. Es gibt aber in etwa genauso viele Vertreter, die ihre Handvoll Hundefreunde haben und sonst keinen Kontakt möchten. Dies sollte man dringend so akzeptieren. Denn wenn nicht, kann es ein sehr lieber Hund sein, der irgendwann merkt: jedes Mal, wenn andere Hunde kommen muss ich mit denen Körperkontakt haben. Das möchte er nicht und wehrt andere Hunde grundsätzlich ab und schon habe ich einen pöbelnden und unter Umständen sogar bissigen Hund.

Wenn du auf Dog Insights regelmäßig dein Trainingstagebuch führst wirst du schnell erkennen welche Hunde dein Hund mag und welche nicht. Zusätzlich lernst du die verschiedene Zeit von den anderen Hunden kennen und kannst an einem schlechten Tag auch mal zu einer anderen Zeit oder einen anderen Weg gehen, auf dem du besser entspannen kannst.

Spielen

Auch in Bezug auf das Spiel sollte man überlegen, wie der Wolf gelebt hat. Was ist spielen und wozu braucht man das Spiel?

Spielen ist eigentlich eine Beschäftigung für junge Vertreter einer Art. Egal ob Mensch oder Tier, wenn man in die Pubertät kommt, verändert sich das Spiel und es wird eher ausgetestet und probiert, was einem gefällt und was man kann. Erwachsene Tiere und Menschen spielen durchaus auch mal aber eher selten.

Das Spiel hat die Funktion seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten auszutesten. Wo liegen meine Grenzen? Was kann ich alles? Was kann ich noch lernen und verbessern?

Springt ein Welpe auf einen Fussel oder Schatten finden das die Menschen immer so lustig und süß. Was macht er da aber wirklich? Der Welpe hat die genetische Veranlagung, dass er ein Fleischfresser ist und sich somit irgendwie sein Essen besorgen muss. Die Natur hat also in den Genen verankert, dass Hund allem hinterher springt was sich bewegt, besonders wenn es sich von ihm fortbewegt. Sicher hat der Welpe nicht das Ziel diesen Fussel zu fressen. Sein Ziel ist es auszuprobieren, wie er diesen Fussel fangen kann. Spielsachen ersetzen den Fussel beim Spiel mit dem Menschen oder anderen Hunden. Hunde die Spaßkämpfe im Spiel austragen, üben spielerisch, was kann ich und was kann der andere Hund? Wie schaffe ich es dieses Spiel zu gewinnen. Hunde die hintereinander her rennen testen wer schneller ist und spielen sozusagen Hase und Jäger.

Als Mensch muss ich mir bewusst sein, dass jedes Spiel meines Hundes, ein Ausprobieren und kennenlernen seiner Fähigkeiten ist. Wenn ich nicht möchte, dass er den Ernstfall übt, muss ich mir überlegen, wie ich das ganze meinem Hund erkläre.

Wichtig ist auch zu wissen, dass es Hunde gibt, die lieber raufen und Hunde die lieber fangen spielen. Diese beiden Spielarten ergänzen sich manchmal. Manche Hunde möchten aber eine Spielart überhaupt nicht.

Windhunde fangen in einer Gruppe mit anderen Windhunden oft an einen zu mobben, besonders wenn dieser Hund einer anderen Rasse angehört. Dafür sind sie sehr sensibel und kommen mit dem Raufen überhaupt nicht zurecht.

Andersrum werden Hunde die lieber raufen schnell frustriert, wenn alle um sie herum nur fangen spielen, meistens weil sie langsamer sind. Das kann in Ernstkämpfen enden.

Über die Einträge in Dog Insights kannst du gut erkennen wie dein gerne spielt und welche Spielkameraden gute Partner sind. Du wirst durch das Trainingstagebuch auch schnell erkennen, wenn es Hunde gibt mit denen das Spiel schnell mal kippt und man einschreiten muss. Das ist sehr hilfreich um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden.